Ballistol Trophäenbleiche - für reinweiße Schädel und Knochen
Die Erinnerung an einen besonderen Abschuss verblasst nicht. Die Trophäe schon: Schädel und Knochenteile vergilben mit den Jahren, und ohne den weißen Untergrund kommt auch das schönste Gehörn nicht mehr zur Geltung.
Mit der Ballistol Trophäenbleiche lassen sich Schädel und andere Knochenteile reinweiß bleichen, bei der Erstpräparation ebenso wie bei der Restaurierung älterer Stücke. Auch Trophäen, die über Jahre an der Wand gehangen haben und deutlich nachgedunkelt sind, werden wieder hell.
Die Ballistol Trophäenbleiche ist ein spezielles Bleichmittel für die professionelle Aufhellung von Jagdtrophäen wie Schädeln und Geweihansätzen. Entwickelt für Jäger, Präparatoren und alle, die Trophäen fachgerecht aufbereiten möchten, löst das Produkt ein zentrales Problem der Trophäenpflege: Verfärbte, vergilbte oder ungleichmäßig weiße Knochenoberflächen lassen sich damit gezielt und dauerhaft aufhellen.
Leistung & Einsatzbereich
Für ein möglichst gutes und gleichmäßiges Ergebnis ist es zunächst wichtig, die zu behandelnde Trophäe (z. B. Schädel) möglichst gründlich zu reinigen. Sie sollte weitgehend fettfrei und von Geweberesten sowie sonstigen Rückständen befreit sein. Üblich ist eine Vorreinigung durch Auskochen in Wasser unter Zugabe von etwas Wasch- oder Spülmittel. Dieser Schritt wird oft unterschätzt, entscheidet jedoch über das Ergebnis: Auf fettigen oder mit Geweberesten behafteten Stellen greift die Bleiche ungleichmäßig an, und das Resultat wird fleckig statt gleichmäßig weiß.
Ansetzen der Bleichlösung (Ballistol Trophäenbleiche):
Geben Sie zwei gestrichene Esslöffel (ca. 15–20 g) Trophäenbleiche pro 100 ml in kaltes Wasser. Je nach Sättigungsgrad löst sich das Pulver vollständig auf bzw. bleibt etwas ungelöst zurück. Bitte füllen Sie den Topf höchstens zur Hälfte, da sich starker Schaum bilden und die Lösung überlaufen kann. Wichtig ist, die Bleichlösung möglichst frisch zu verwenden. Eine bereits genutzte Lösung oder eine Lösung, die längere Zeit ohne Trophäe steht, verliert nach und nach ihre Wirkung, da sich die enthaltenen Wirkstoffe selbstständig zersetzen.
Behandlung des Schädels:
Tauchen Sie den gereinigten Schädel in die Lösung ein und rühren Sie ein wenig. Dabei sollte möglichst sichergestellt werden, dass alle zu behandelnden Bereiche ausreichend mit der Lösung in Kontakt kommen. Lassen Sie den Schädel über Nacht in der Lösung stehen und erwärmen Sie diese anschließend auf ca. 50 °C. Alternativ können Sie den Schädel mit Küchenpapier umhüllen und immer wieder gründlich mit der Bleichlösung übergießen.
Nach ca. 15 Stunden wird die Trophäe mit Wasser gespült. Ist das Bleichen noch nicht vollständig, kann der Vorgang wiederholt werden. So werden auch vergilbte Schädel wieder reinweiß.
Trocknung:
Nach der Behandlung sollte der Schädel zum Trocknen an einen geeigneten, gut belüfteten Ort gelegt werden. Ideal ist indirektes Sonnenlicht. Der Schädel sollte jedoch nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden, da ein zu schnelles und ungleichmäßiges Trocknen zu Rissen führen kann. Die UV-trahlung des Tageslichts unterstützt den Bleichprozess. Nach ca. 2 Tagen sollten auch durchnässte, dunklere Stellen an der Trophäe strahlend weiß sein.
Entsorgung:
Die verbrauchte Lösung kann über die Kanalisation entsorgt werden.
Sicher arbeiten:
Die Trophäenbleiche ist ein Bleichmittel und entsprechend zu behandeln. Tragen Sie bei der Anwendung stets Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augenschutz. Vermeiden Sie das Einatmen von Pulverstaub und entstehenden Dämpfen und arbeiten Sie nur in gut belüfteter Umgebung. Bei der Verarbeitung bitte nicht essen, trinken oder rauchen und nach Gebrauch die Hände gründlich waschen. Das Produkt unter Verschluss und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Wirkungsweise:
Die Trophäenbleiche enthält mit Natriumpercarbonat und Natriumpersulfat zwei starke Oxidationsmittel, die organische Substanzen zu CO₂ oxidieren. Durch das Natriumpercarbonat entsteht im Wasser mit der angegebenen Menge eine 3 - 5 %ige Wasserstoffperoxidlösung. Wärme unterstützt und beschleunigt diesen Oxidationsprozess, weshalb das Erwärmen der Lösung die Wirkung entsprechend verstärkt bzw. beschleunigt. Ein Aufkochen sollte dabei vermieden werden, es reicht aus, wenn das Wasser zu köcheln beginnt, sprich langsam Blasen aufsteigen.
Technische Eigenschaften
- Wirkstoffe: Natriumpercarbonat und Natriumpersulfat, zwei starke Oxidationsmittel
- Wirkungsweise: Oxidation organischer Rückstände zu CO₂, Bildung von Wasserstoffperoxid durch Natriumpercarbonat
- Dosierung: ca. 15–20 g (zwei gestrichene Esslöffel) pro 100 ml kaltes Wasser
- Anwendungsdauer: ca. 15 Stunden Einwirkzeit
- Optimale Temperatur: ca. 50 °C zur Beschleunigung der Wirkung
- Trocknungsdauer: ca. 2 Tage bei guter Belüftung und indirektem Sonnenlicht
- Entsorgung: verbrauchte Lösung kanalisationsfähig
- Sicherheitshinweise: Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augenschutz erforderlich, nur in gut belüfteter Umgebung anwenden, außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren
Gefahr: Einatmen von Staub / Rauch / Gas / Nebel / Dampf / Aerosol vermeiden. Inhalt/Behälter Recycling zuführen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Kann die Atemwege reizen. Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen. Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. Kontaminierte Kleidung vor erneutem Tragen waschen. Verursacht Hautreizungen. Nach Gebrauch Hände gründlich waschen. Bei Symptomen der Atemwege: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/ anrufen Verursacht schwere Augenschäden. Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. Unter Verschluss aufbewahren.